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Weihnachtskonzert - wieder ein voller Erfolg

Auch den Elf-Achtel-Takt gemeistert

Abwechslungsreiche Klänge beim Jahreskonzert des Musikvereins Rothtal Horgau

41 Musikanten, so viele wie nie, gestalteten heuer das Jahreskonzert der Stammkapelle des Musikvereins Rothtal Horgau in der Gemeindehalle. Dazu kamen 20 Nachwuchskünstler in der Jugendkapelle, von denen die Hälfte in beiden Klangkörpern mitwirkte. Über 200 Gäste erlebten die Weisen zwischen „The Great Lokomotive Chase” und „Kling Glöckchen...”.

Die Ehre des Auftakts dieses Konzertes gebührte der Jugend. Mit dem Marsch „Transformers” sorgte das Rothtaler Nachwuchs-Ensemble um Dirigentin Brigitte Wiedemann für eine klangvolle Einleitung. Es folgte das anspruchsvolle „The Great Lokomotive Chase” und dann das Arrangement „Winnetou & Old Shatterhand”, das die Hauptfiguren des Schriftstellers Karl May in Erinnerung rief. Während ein Teil der Jungmusiker damit seine Pflicht erfüllt hatte, ging es für andere gleich weiter. Sie haben den Sprung in die Stammkapelle der Rothtaler geschafft und sie durften gleich noch einmal einmarschieren. Apropos Einmarschieren: Wie die Jugendkapelle, so starteten auch die Erwachsenen ihre Darbietungen mit einem Marsch. Von Julius Fucik, vor allem bekannt als Komponist des „Florentiner Marsch”, intonierten die Stammkapelle „Uncle Teddy”. Und weiter ging es mit typischer Blasmusik. Der Polka „Ein halbes Jahrhundert” ließ die Kapelle um Dirigent Wolfgang Dippold die „Laubener Schnellpolka” folgen. Nach der Pause gab es dann auch jene Art von Klanggemälden, wie sie heutzutage in vielen Bläser-Konzerten zu hören sind. So bei der Piraten-Legende „Kap Arkona”, deren Geschichte Moderatorin Angelika Unger erklärte. Völlig neue Rhythmen sogar bei „The Witch and the Saint”, einer Komposition, die sich an der literarischen Vorlage „Die Hexe und die Heilige” orientierte. Fünf-Achtel-Takte, Neun-Achtel-Takte und sogar Elf-Achtel-Takte, da waren vor allem die Tenorhörner und die Baritons der Kapelle gefordert wie nie. Als Solistin an der Klarinette glänzen durfte Daniela Knauer bei einem „Csardas” - und sie bekam besonders viel Applaus. Dann wurde es weihnachtlich winterlich.

Zum gemeinsamen Singen waren die Besucher aufgerufen bei „Kling Glöckchen klingeling”, bevor es zu einer „Schlittenfahrt in den Alpen” ging. Freilich durften auch zwei Zugaben nicht fehlen. Ein klangvolles Konzert endete mit den Märschen „The Thunderer” und „Die Sonne geht auf”.

Im Rahmen des Konzertes galt es auch, zwei langjährig aktive Musikanten auszuzeichnen. Ehrennadeln und Urkunden erhielten die Klarinettistin Maria Weishaupt, die seit 25 Jahren in der Kapelle spielt, und Schlagzeuger Gerhard Knauer, der bereits 30 Jahre den Rothtalern angehört. Seitens des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) nahm die Ehrung die Leiterin des Bezirkes 15, Angela Ehinger, vor, die sich sowohl über die langjährige Treue der Musikanten freute wie über die erfolgreiche Jugendarbeit. Seitens der Gemeinde dankte Bürgermeister Thomas Hafner den Ausgezeichneten und seitens des Vereins erhielten sie Lob von Vorsitzendem Franz Christ, der auch zahlreichen weiteren Unterstützern dankte. (Michael Siegel)

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Daniela Knauer (rechts) glänzte als Klarinetten-Solistin mit einem Csardas beim Jahreskonzert des Musikvereins Rothtal Horgau unter Leitung von Dirigent Wolfgang Dippold (links). Bild: Michael Siegel


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Auszeichnungen von den Ehrengästen gab es für zwei langjährige Aktive beim Musikverein Rothtal Horgau. Im Bild von links Dirigent Wolfgang Dippold, ASM-Bezirksleiterin Angela Ehinger, Schlagzeuger Gerhard Knauer (30 Jahre), Klarinettistin Maria Weishaupt (25 Jahre), Horgaus Bürgermeister Thomas Hafner und Vereinsvorsitzender Franz Christ. Bild: Michael Siegel