Kampf auf der Konzertbühne
Weihnachtskonzert des Musikvereins Rothtal Horgau mit der neuen Ausbildungskapelle in der Rothtalhalle
Der Kampf des Bösen gegen das Gute - derart Elementares gab es beim Weihnachtskonzert des Musikvereins Rothtal Horgau in der örtlichen Mehrzweckhalle zu hören. Zu den Darbietungen gehörten der Jahreszeit angepasst freilich auch friedvolle weihnachtliche Klänge.
Für den Auftakt des Abends durften die jüngsten Blasmusiker aus Horgau, Zusmarshausen, Gabelbach und Wörleschwang sorgen. Erst seit drei Monaten besteht die gemeinsame Jugend-, Schüler- und Ausbildungskapelle in dieser Form. Die 26 Musikanten zeigten unter Leitung ihres Ausbilders und Dirigenten Markus Schubert gleichwohl eine reife Leistung. Am Beginn stand „Irish Dream“ (von Kurt Gäble) gefolgt von „Bluesville“ (Eric Osterling). Auch eine Zugabe hatte der Nachwuchs bereits einstudiert: Mit „In quiet times“ übergab die Ausbildungskapelle an das große Orchester unter Leitung von Wolfgang Dippold. Das Orchester zog bei dem fulminanten Klangbild „The Saint and the City“ (Jacob de Haan) alle Register - von der Röhrenglocke bis zum Piccolo, von ganz laut bis ziemlich leise, von schwungvoll bis getragen. Der Applaus der über 250 Besucher zeigte, dass das anspruchsvolle Werk sehr gut ankam. Weniger Bedenken brauchten Kapelle und Dirigent da zu haben bei Klassikern wie den Stücken „The Magnificant Seven“ (Elmer Bernstein) - der Musik zu dem bekannten Western „Die glorreichen Sieben“ - oder bei der immer wieder gern gehörten „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin. Nicht fehlen durfte bei den Darbietungen des großen Orchesters auch typische Blasmusik. Als da wären zu nennen der Konzertmarsch „Abel Tasman“ (Alexander Pfluger), der Marsch „Mein Regiment“ (Ludwig Blankenburg) oder die „Petersburger Schlittenfahrt“ (Richard Eilenberg). Und wie gewohnt waren die Konzertbesucher schließlich auch zum Mitsingen aufgefordert beim Weihnachtslied „Süßer die Glocken nie Klingen“. Durch das Programm führte Angelika Unger. Die treuen Zuhörer dankten den Musikern ihre Darbietungen mit lang anhaltendem Beifall.
Fester Bestandteil des Jahreskonzertes des Musikvereins Rothtal Horgau sind Ehrungen verdienter Mitglieder. Ist es sonst Vereinsvorsitzender Franz Christ, der die Ehrungen gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Hafner und Vertretern des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) vornimmt, so war er diesmal selbst Empfänger einer Auszeichnung. Für seine 15-jährige Tätigkeit als Vorsitzender des Vereins erhielt er Lob, Anerkennung, Urkunde und Anstecknadel von ASM-Bezirksleiterin Angela Ehinger, ASM-Bezirksdirigent Reinhard Grob und Bürgermeister Thomas Hafner. Ehinger und Hafner dankten Christ für seinen unermüdlichen Einsatz um den Musikverein, der vorbildlich geführt sei. Christs Stellvertreterin Brigitte Holland ließ die wichtigsten Projekte des Vereins unter Führung von Franz Christ Revue passieren, von der Schaffung neuer Probenräume bis hin zum Management des gemeinsamen Faschingsballs mit der Harmoniemusik Maingründel in der Rothtalhalle. Christ spielt auch seit fast 40 Jahren erstes Flügelhorn bei den Rothtaler Musikanten. In seine Fußstapfen als Flügelhornist getreten ist sein Sohn Daniel Christ, der für zehn Jahre Musizieren ausgezeichnet wurde. (gel)
Horgaus Bürgermeister Thomas Hafner und Angela Ehinger, Bezirksleiterin des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, ehrten Daniel Christ für zehn Jahre Musizieren und seinen Vater Franz Christ für seine 15-jährige Tätigkeit als Vorsitzender des Musikvereins Rothtal Horgau (von links). Bild: Michael Siegel
Viel zu tun gab es für das Trompetenregister beim Jahreskonzert des Musikvereins Rothtal Horgau mit (von links) Thomas Christ, Carina Dippold, Franziska Greiner und den Solistinnen Simone Furnier und Brigitte Holland. Bild: Michael Siegel
Silvesterblasen
Die Rothtaler Musikanten bedanken sich recht herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen das ganze Jahr 2011 über, den vielen Besuchern des Weihnachtskonzertes und den zahlreichen Spendern für das Silvesterspielen.









